
Waypoint
Ein Kartenplaner für taktische Shooter: Karte wählen, Angriffswege zeichnen, per Link teilen und gemeinsam briefen -> im Browser, ohne Konto, in Echtzeit.
Zum ProjektWaypoint ist ein Kartenplaner für taktische Shooter. Karte wählen, Angriffswege zeichnen, Stellungen markieren, den Link weitergeben - wer ihn öffnet, steht im selben Plan und sieht, was gerade entsteht. Es läuft im Browser, braucht kein Konto und ist Teil von MainFrame Hub.
Wofür
Ein Angriff wird vorher besprochen. Bisher hieß das: ein Screenshot der Karte, drei Pfeile mit dem nächstbesten Werkzeug darauf, ab in den Kanal. Zwanzig Nachrichten später weiß niemand mehr, welche Fassung galt, und wer zu spät kam, bekommt es noch einmal erklärt.
Waypoint ist der Platz, an dem dieser Plan liegen bleibt: als Adresse, die man wiederfindet, mit allen, die daran gezeichnet haben, und mit dem, was jemand später dazu angemerkt hat.
Wie man anfängt
Karte wählen - aus dem gepflegten Katalog, oder ein eigenes Bild hochladen. Für ein eigenes Bild lassen sich Raster und Maßstab am Plan nachtragen und von einer bestehenden Karte übernehmen.
Zeichnen - elf Werkzeuge, 53 eigene Symbole, freie Farben. Striche, Pfeile, Zonen, Text, Marker, Bilder auf der Karte.
Teilen - einen Link zum Ansehen, einen zum Mitzeichnen. Der zum Mitzeichnen wird je Einladung ausgestellt, damit ein Widerruf nur den trifft, den er treffen soll.
Briefen - im Vortragsmodus folgen alle der Folie und dem Ausschnitt des Vortragenden. Wer kurz woanders nachsehen will, löst sich mit einem Klick und kommt genauso zurück.
Gemeinsam, in Echtzeit
Zeiger sind sichtbar, Anwesende stehen mit Namen daneben, und an jedem steht, auf welcher Folie er gerade ist. Ein Strich wächst beim Zuschauer mit, statt fertig zu erscheinen - der Unterschied zwischen „hier war jemand" und „hier ist jemand, warte kurz". Ein Ping markiert eine Stelle für alle, mit oder ohne Richtung.
Wer die Verbindung verliert, bekommt beim Zurückkommen nachgeliefert, was in der Zwischenzeit passiert ist - kein Neuladen mitten im Briefing.
Ein Plan hat einen Ablauf
Deshalb Folien. Eine neue Folie kann die Elemente der aktuellen übernehmen, sodass Bewegungsabläufe aufeinander aufbauen, statt jedes Mal neu gezeichnet zu werden. Jede Folie darf ihre eigene Karte tragen: die Anfahrt auf der Übersicht, der Sturm auf dem Detailausschnitt, beides in einem Plan.
Für alle, die beim Vortrag nicht dabei waren, gibt es den Export - die einzelne Folie als Bild, oder den ganzen Plan als einen Bogen mit allen Folien im Raster.
Der Lagetisch
Ein Schalter legt die Karte auf einen Tisch im Raum: eine Platte mit Dicke, Kante und Schatten, eine Kamera, um die man herumgehen kann. Der Plan selbst bleibt dabei lebendig - er wird nicht als Bild aufgeklebt, sondern durch dieselbe Kamera projiziert wie die Szene darunter. Alle Werkzeuge funktionieren auf dem gekippten Tisch unverändert weiter.
Wer will, lässt die Karte sich selbst ansehen: aus ihren Farbflächen entstehen Wälder, Wasser, Häuserblocks und Felder als Stufe über dem Boden. Der Tisch ist als Beta gekennzeichnet, die Kulisse als Alpha - sie rät, und manchmal rät sie falsch. Beides gilt nur für den, der es einschaltet: es ändert den Blick, nicht den Plan.
Was sonst noch drinsteckt
Kommentare an einer Stelle der Karte. Eine Nadel mit einer Notiz, auf die jemand antwortet. Kommentieren darf, wer lesen darf - der Einwand kommt oft von dem, der nur zusieht.
Eine Legende, die niemand pflegt. Sie rechnet sich aus dem, was auf dem Plan liegt.
Ein Messwerkzeug. Strecke aufziehen und wissen, ob man rechtzeitig da ist.
Ebenen - anlegen, benennen, sperren, Deckkraft. Der Plan, die erwartete Gegenbewegung und der Notfall gehören nicht übereinander in einer Farbe.
Eigene Symbolsätze. Wer welche baut, kann sie freigeben; andere Communitys übernehmen sie für ihr Spiel.
Bedienung ohne Maus. Auswählen, verschieben, zoomen, Folien umsortieren - alles über die Tastatur. Das häufigste Gerät bei einem Briefing ist ein Tablet am Beamer.
Ordner, Favoriten und „zuletzt geöffnet" in der Übersicht, und der Plan lässt sich an ein Event hängen.
Zugang
Kostenlos, in zehn Sprachen, ohne Anmeldung. Wer ohne Konto anlegt, behält den Plan in seinem Browser und in seiner Übersicht; anonyme Pläne bleiben 30 Tage und verlängern sich bei jedem Aufruf. Ein geteilter Plan ist über seinen Link erreichbar und sonst nirgends - er bleibt aus dem Suchindex heraus. Wer taktische Pläne für ein Turnier zeichnet, will sie nicht in Suchergebnissen finden.
Woran gearbeitet wird
Der Lagetisch ist Beta, die Kulisse Alpha. Die Rechteverwaltung ist gröber als beim etablierten Werkzeug der Szene, und Karten in Spielqualität muss jemand pflegen - das ist Arbeit, die kein Umbau ersetzt. Der Rest entsteht aus der Nutzung: die zuletzt gebauten Sachen waren ein Ping, den man auf einer vollen Karte auch findet, und ein eigenes Bild als Karte einer einzelnen Folie.
Wie das alles in drei Wochen entstanden ist - und welche Entscheidung sich als falsch herausstellte - steht im Beitrag „Waypoint - von der Idee zur Veröffentlichung".
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